Grundstückspreise 2026: 21 bis 3.455 Euro je Quadratmeter
Baureifes Land kostete 2025 im Bundesschnitt 271,86 Euro je Quadratmeter. Sie sehen, woher die Zahl stammt und wie weit die Kreise auseinanderliegen.
Das Wichtigste in Kürze
- 271,86 Euro je Quadratmeter: Bundesdurchschnitt für baureifes Land 2025, gerechnet über 36.318 beurkundete Kauffälle. Das Jahresergebnis ist endgültig (Tabelle 61511-0010). Für das 1. Quartal 2026 stehen vorläufig 297,82 Euro.
- Bundesschnitt plus 8,6 Prozent, typischer Landkreis plus 1,8 Prozent: So weit liegen Mittelwert und Median der Kreise von 2024 auf 2025 auseinander, nur 54 Prozent der Kreise legten überhaupt zu (Regionaldatenbank Deutschland, eigene Berechnung).
- Faktor 163 zwischen den Kreisen: München, kreisfreie Stadt, 3.455,08 Euro gegen Altmarkkreis Salzwedel 21,14 Euro. Der Median aller 396 Kreise liegt bei 190,54 Euro, die Quartile bei 105,03 und 392,72 Euro.
- Mehrere amtliche Zahlen heißen „Baulandpreis“: Bauland insgesamt 160,39 Euro, Wohnbauland 250,92 Euro, baureifes Land 271,86 Euro, Rohbauland 65,96 Euro, wirtschaftlich genutztes Bauland 68,05 Euro je Quadratmeter, alle Deutschland 2025.
- Einen laufenden Baulandpreisindex gibt es nicht: Die Erhebung habe „mehr den Charakter einer Grundeigentumswechselstatistik ... als den einer echten Preisstatistik“, schreibt das Statistische Bundesamt im Qualitätsbericht, prozentuale Veränderungen werden deshalb nicht veröffentlicht. Der frühere Preisindex für Bauland wurde letztmalig für das Berichtsjahr 2021 berechnet.
Baureifes Land kostete in Deutschland 2025 im Durchschnitt 271,86 Euro je Quadratmeter. Die Zahl stammt aus der amtlichen Statistik der Kaufwerte für Bauland und ist ein einfacher Durchschnitt über alle beurkundeten Kauffälle, keine Auswertung von Inseraten. Sie beschreibt das Bundesmittel, nicht Ihr Grundstück: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Landkreis liegt der Faktor 163.
Was kostet ein Quadratmeter Bauland in Deutschland aktuell?
Der aktuellste endgültige Wert ist das Jahresergebnis 2025 mit 271,86 Euro je Quadratmeter baureifem Land bei 36.318 Kauffällen. Der jüngste Datenpunkt überhaupt ist das 1. Quartal 2026 mit 297,82 Euro bei 6.747 Kauffällen, freigegeben am 3. August 2026 und ausdrücklich vorläufig. Im Vorquartal, dem 4. Quartal 2025, waren es 301,16 Euro bei 9.548 Kauffällen.
Wichtiger als der Punktwert ist die Streuung dahinter. Von den 36.318 Kauffällen des Jahres 2025 lagen 45,3 Prozent bei 200 Euro je Quadratmeter und mehr, 26,7 Prozent zwischen 100 und 200 Euro, 14,4 Prozent zwischen 50 und 100 Euro. Insgesamt 28,0 Prozent blieben unter 100 Euro, 4,3 Prozent sogar unter 20 Euro je Quadratmeter (Tabelle 61511-0013, Anteile eigene Berechnung). Der Durchschnitt beschreibt damit keine typische Transaktion, sondern mittelt zwei sehr verschiedene Märkte.
Warum steht in einer Meldung 36,75 Euro und in der nächsten 272 Euro für Bauland?
Weil „Baulandpreis“ keine einzelne Kennzahl ist. Die amtliche Statistik gliedert nach der Art des Grundstücks und folgt dabei den Entwicklungszuständen, die § 3 ImmoWertV definiert: Baureifes Land ist „nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften und nach den tatsächlichen Gegebenheiten baulich nutzbar“, Rohbauland ist planungsrechtlich bestimmt, aber nicht gesichert erschlossen, und erreicht deshalb nur 24,3 Prozent des Werts von baureifem Land. Beide zählt das Statistische Bundesamt allerdings nur innerhalb des Wohnbaulands, gewerbliche Flächen laufen getrennt.
| Kennzahl | Was sie umfasst | Deutschland 2025 | Kauffälle 2025 |
|---|---|---|---|
| Bauland insgesamt | alle Grundstücksarten zusammen | 160,39 Euro/m² | 42.600 |
| Wohnbauland | zur Wohnbebauung bestimmt, baureifes Land plus Rohbauland | 250,92 Euro/m² | 37.228 |
| Baureifes Land (§ 3 Abs. 4 ImmoWertV) | Wohnbauland, bebaubar und erschlossen | 271,86 Euro/m² | 36.318 |
| Rohbauland (§ 3 Abs. 3 ImmoWertV) | Wohnbauland, Erschließung nicht gesichert | 65,96 Euro/m² | 910 |
| Wirtschaftlich genutztes Bauland | Industrie- und Gewerbeflächen | 68,05 Euro/m² | 3.184 |
Quelle: Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 61511-0010, Stand 7. August 2026.
Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt meldete für 2025 einen Baulandpreis von 36,75 Euro je Quadratmeter, ermittelt über 1.530 Kauffälle, rund 6,5 Millionen Quadratmeter und rund 238 Millionen Euro Kaufsumme. Das ist Bauland insgesamt. Baureifes Land kostete im selben Bundesland und Jahr 72,98 Euro, fast das Doppelte. Der zweite Grund für solche Abstände ist die Art der Baufläche: Bei baureifem Land lag die Wohnbaufläche 2025 bundesweit bei 302,15 Euro je Quadratmeter, die gemischte Baufläche bei 166,74 Euro, die gewerbliche Baufläche nur bei 75,57 Euro.
Wie weit liegen die Grundstückspreise zwischen den Bundesländern auseinander?
Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Bundesland liegt 2025 der Faktor 14,8: Hamburg 1.082,69 Euro, Sachsen-Anhalt 72,98 Euro je Quadratmeter. Auch ohne Stadtstaaten bleibt der Abstand groß, zwischen den Flächenländern Bayern und Sachsen-Anhalt beträgt er das 5,9-Fache.
| Bundesland | Euro je m² 2025 | Verhältnis zum Bundesschnitt |
|---|---|---|
| Hamburg | 1.082,69 | 3,98 |
| Berlin | 756,46 | 2,78 |
| Bayern | 428,46 | 1,58 |
| Baden-Württemberg | 337,92 | 1,24 |
| Nordrhein-Westfalen | 296,64 | 1,09 |
| Hessen | 267,96 | 0,99 |
| Bremen | 197,44 | 0,73 |
| Rheinland-Pfalz | 173,60 | 0,64 |
| Brandenburg | 158,51 | 0,58 |
| Niedersachsen | 147,31 | 0,54 |
| Saarland | 135,02 | 0,50 |
| Sachsen | 125,57 | 0,46 |
| Schleswig-Holstein | 125,37 | 0,46 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 111,40 | 0,41 |
| Thüringen | 78,56 | 0,29 |
| Sachsen-Anhalt | 72,98 | 0,27 |
Quelle: Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 61511-0050, baureifes Land 2025; Verhältnis zum Bundesschnitt von 271,86 Euro eigene Berechnung.
Wie stark selbst ein Landeswert noch mittelt, zeigt Bayern. Das Bayerische Landesamt für Statistik weist für 2025 einen Landesdurchschnitt von 428 Euro je Quadratmeter aus, gerechnet über 9.580 verkaufte Grundstücke und 3,40 Milliarden Euro Kaufwert. Dahinter stehen die Stadt München mit 3.455 Euro, Oberbayern mit 1.176 Euro, Oberbayern ohne München mit 649 Euro und Oberfranken mit 130 Euro. Wo Ihr eigenes Grundstück in dieser Spanne liegt, klärt eine kostenlose Ersteinschätzung.
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Wie groß ist der Preisabstand zwischen Großstadt und ländlichem Kreis?
In Gemeinden unter 2.000 Einwohnern kostete baureifes Land 2025 im Schnitt 104,22 Euro je Quadratmeter, in Städten ab 500.000 Einwohnern 1.338,91 Euro. Das ist der Faktor 12,8.
| Gemeindegrößenklasse | Euro je m² 2025 | Faktor zur kleinsten Klasse |
|---|---|---|
| unter 2.000 Einwohner | 104,22 | 1,0 |
| 2.000 bis 5.000 | 166,31 | 1,6 |
| 5.000 bis 10.000 | 187,65 | 1,8 |
| 10.000 bis 20.000 | 208,54 | 2,0 |
| 20.000 bis 50.000 | 244,63 | 2,3 |
| 50.000 bis 100.000 | 284,15 | 2,7 |
| 100.000 bis 200.000 | 474,56 | 4,6 |
| 200.000 bis 500.000 | 501,34 | 4,8 |
| 500.000 und mehr | 1.338,91 | 12,8 |
Quelle: Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 61511-0011, baureifes Land 2025; Faktoren eigene Berechnung.
Auf Kreisebene wird die Spanne noch weiter. 396 Kreise und kreisfreie Städte weisen für 2025 einen Wert aus, der Median liegt bei 190,54 Euro je Quadratmeter, das untere Quartil bei 105,03 und das obere bei 392,72 Euro. 24 Prozent aller Kreise bleiben unter 100 Euro, 16 Prozent liegen über 500 Euro, 15 Kreise über 1.000 Euro. An der Spitze stehen, gerechnet nur über Kreise mit mindestens 30 Kauffällen, München Stadt mit 3.455,08 Euro, Köln mit 1.675,24 Euro und der Landkreis München mit 1.612,49 Euro, am unteren Ende der Altmarkkreis Salzwedel mit 21,14 Euro und die Uckermark mit 22,49 Euro. Neu ist die Spreizung nicht: Schon 2020 lag der Abstand zwischen kleinsten Gemeinden (71 Euro) und Großstädten (1.213 Euro) beim 17-Fachen (Pressemitteilung Nr. 404/2021).
Sind die Grundstückspreise 2025 und 2026 wirklich gestiegen?
Der Bundesdurchschnitt für baureifes Land stieg von 250,24 Euro (2024) auf 271,86 Euro (2025), das sind plus 8,6 Prozent, gegenüber 2021 mit 224,92 Euro plus 20,9 Prozent. Der typische Landkreis hat diesen Anstieg nicht erlebt: Über die 385 Kreise mit Werten in beiden Jahren beträgt die mediane Veränderung nur plus 1,8 Prozent, und lediglich 54 Prozent der Kreise verzeichneten überhaupt einen Anstieg.
Dahinter steckt ein Kompositionseffekt. Weil die Statistik einen einfachen Durchschnitt bildet, hebt schon eine Verschiebung des Kaufgeschehens in teurere Lagen den Bundeswert, ohne dass irgendwo ein Grundstück teurer geworden sein muss. Sichtbar wird das an den Fallzahlen: 72.115 Kauffälle 2021, 48.440 in 2022, 29.913 in 2023, 32.214 in 2024 und 36.318 in 2025, also minus 49,6 Prozent gegenüber 2021 und plus 12,7 Prozent gegenüber 2024. Der Arbeitskreis der Oberen Gutachterausschüsse zählt für 2025 zudem 50.100 verkaufte Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser (plus 8 Prozent) mit 10,2 Milliarden Euro Geldumsatz (plus 11 Prozent). Die weitere Marktentwicklung ordnet Entwicklung der Immobilienpreise ein.
Warum liegen Angebotspreise für Grundstücke über den amtlichen Kaufwerten?
Weil die amtlichen Zahlen beurkundete Kaufpreise sind. Jeder Vertrag über die entgeltliche Übertragung von Grundstückseigentum ist nach § 195 Abs. 1 Satz 1 BauGB „von der beurkundenden Stelle in Abschrift dem Gutachterausschuss zu übersenden“. Daraus entsteht die Kaufpreissammlung, aus ihr speist sich die Statistik. Ein Inserat ist dagegen eine Forderung. Drei baulandspezifische Gründe kommen hinzu:
- Kein Preisindex, kein Qualitätsabgleich: Die Kaufwerte sind einfache Durchschnitte der je Quadratmeter gezahlten Kaufsumme, ohne Bereinigung um Lage, Größe oder Zuschnitt. Deshalb weicht der Bundeswert so weit vom Median-Landkreis ab.
- Familienverkäufe zählen mit: Die Statistik erfasst je Kauffall, ob „ungewöhnlicher Geschäftsverkehr“ vorlag und ob ein familiäres Verhältnis besteht. Der Verkehrswert nach § 194 BauGB blendet „ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse“ aus, der statistische Durchschnitt nicht.
- Beitragsrechtlicher Zustand: Erschließungsbeitragsfreie und beitragspflichtige Grundstücke stehen im selben Durchschnitt. Nach § 129 Abs. 1 Satz 3 BauGB tragen die Gemeinden „mindestens 10 vom Hundert“ des beitragsfähigen Aufwands, bis zu 90 Prozent treffen die Anlieger.
Ob für ein bestimmtes Grundstück noch Beiträge offen sind, beantwortet die Gemeinde; die rechtliche Einordnung im Einzelfall gehört zu einem Fachanwalt für Verwaltungsrecht. Was der Zustand für den Preis bedeutet, zeigt unerschlossenes Grundstück verkaufen.
Woher stammen die amtlichen Grundstückspreise und wie alt sind sie, wenn sie erscheinen?
Die Statistik der Kaufwerte für Bauland ist eine Quasi-Vollerhebung, keine Stichprobe und keine Hochrechnung. Erfasst wird jeder Kauffall eines unbebauten Grundstücks ab 100 Quadratmetern. Erhebungseinheiten sind die Gutachterausschüsse für Grundstückswerte, in zwei Bundesländern noch die Finanzämter; Rechtsgrundlagen sind Bundesstatistikgesetz und Preisstatistikgesetz. Ausgeschlossen sind Grundstücke mit Bauverbot, land- und forstwirtschaftliche Flächen sowie Grundstücke mit abbruchreifen Gebäuden.
Der Zeitverzug ist eingeplant: Quartalsergebnisse erscheinen 125 Tage nach Ablauf des Berichtsquartals und bleiben vorläufig, endgültige Jahreswerte und revidierte Quartalswerte folgen zum 30. Juni des Folgejahres. Die zweite amtliche Quelle sind die Bodenrichtwerte, „flächendeckend durchschnittliche Lagewerte für den Boden“ nach § 196 Abs. 1 BauGB, im Regelfall nur „zu Beginn jedes zweiten Kalenderjahres“ ermittelt, dafür lückenlos und für jedermann abrufbar (§ 196 Abs. 3 BauGB). Wie sie zustande kommen und wo Sie den Bodenrichtwert für Ihre Lage abfragen, steht im eigenen Beitrag.
Wo finde ich den amtlichen Kaufwert für meinen eigenen Landkreis?
In der Regionaldatenbank Deutschland der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Tabelle 61511-01-03-4. Sie weist Kaufwerte, Flächen und Kauffälle für alle Kreise und kreisfreien Städte aus und ist kostenlos abrufbar; der hier verwendete Stand ist der 07.08.2026. Bundes- und Länderwerte liefert GENESIS-Online unter der Statistiknummer 61511. Mehrere Landesämter veröffentlichen eigene Auswertungen, etwa IT.NRW mit 296,64 Euro je Quadratmeter für Nordrhein-Westfalen 2025.
Beim Lesen der Kreiswerte zählt die Fallzahl mit. Einzelne Gebiete erreichen Spitzenwerte auf dünner Basis, ein Berliner Bezirk etwa 2.629,65 Euro je Quadratmeter bei nur drei Kauffällen. Brauchbar sind deshalb nur Kreise mit einer zweistelligen Zahl von Kauffällen. Was Ihr Grundstück wert ist, folgt daraus noch nicht: Eine erste Einordnung liefert unsere kostenlose Ersteinschätzung, die Systematik der Beitrag Grundstückswert konkret ermitteln.
Was kostet ein Bauplatz mit 700 Quadratmetern je nach Region?
Gerechnet mit den Kaufwerten für baureifes Land 2025 ergeben sich sechs sehr verschiedene Kaufsummen:
- Altmarkkreis Salzwedel, 21,14 Euro je Quadratmeter: 14.798 Euro
- Unteres Quartil aller Kreise, 105,03 Euro: 73.521 Euro
- Median-Kreis, 190,54 Euro: 133.378 Euro
- Bundesdurchschnitt, 271,86 Euro: 190.302 Euro
- Oberes Quartil, 392,72 Euro: 274.904 Euro
- München, kreisfreie Stadt, 3.455,08 Euro: 2.418.556 Euro
Zwei Zahlen sind entscheidend. Erstens: Wer mit dem Bundesdurchschnitt statt mit dem Median-Kreis rechnet, landet 56.924 Euro höher, also 42,7 Prozent über dem Niveau, das in der Hälfte aller Kreise gezahlt wurde. Zweitens: 700 Quadratmeter fallen in die Größenklasse 500 bis unter 1.000 Quadratmeter, für die der Bundesschnitt 2025 bei 254,32 Euro lag und nicht bei 271,86 Euro. Mit diesem Klassenwert ergeben sich 178.024 Euro, also 12.278 Euro weniger. Kleine Grundstücke sind je Quadratmeter deutlich teurer, nämlich 421,40 Euro in der Klasse 100 bis unter 300 Quadratmeter gegen 232,84 Euro bei 1.000 bis unter 3.000 Quadratmetern (Tabelle 61511-0012).
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Bodenrichtwert und Grundstückspreis?
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für eine ganze Zone zu einem Stichtag, den der Gutachterausschuss aus der Kaufpreissammlung ableitet (§ 196 Abs. 1 BauGB). Der Grundstückspreis ist der Betrag, der in einem konkreten Kaufvertrag beurkundet wurde. Bodenrichtwertspannen sind nach § 13 Abs. 2 ImmoWertV nicht zulässig, der Wert gibt also keine Bandbreite wieder.
Wie viel kostet ein Grundstück mit 1.000 Quadratmetern im Durchschnitt?
Mit dem Bundesschnitt für baureifes Land 2025 wären es 271.860 Euro. Näher an der Realität liegt die passende Größenklasse: 232,84 Euro je Quadratmeter in der Klasse 1.000 bis unter 3.000 Quadratmeter, also 232.840 Euro. In einem Kreis am unteren Quartil wären es 105.030 Euro.
Wie viel kostet ein Quadratmeter Ackerland im Vergleich zu Bauland?
Landwirtschaftliche Flächen kosteten 2024 im Schnitt 35.637 Euro je Hektar, also 3,56 Euro je Quadratmeter, Ackerland 42.808 Euro und Grünland 26.794 Euro je Hektar (Tabelle 61521-0001). Baureifes Land lag im selben Jahr bei 250,24 Euro je Quadratmeter, rund das 70-Fache. Wie sich der Bodenwert von Bauerwartungs- und Rohbauland aus dem baureifen Land ableitet, regelt § 42 ImmoWertV. Die Einstufung im Einzelfall und ihre steuerlichen Folgen gehören zu Gutachterausschuss, Steuerberater oder Fachanwalt, mehr dazu unter Bauerwartungsland verkaufen.
Warum ist Bauland in Ostdeutschland so viel günstiger als im Süden?
Die Landeswerte 2025 zeigen den Abstand: Sachsen-Anhalt 72,98 Euro, Thüringen 78,56 Euro und Mecklenburg-Vorpommern 111,40 Euro gegen Bayern 428,46 Euro und Baden-Württemberg 337,92 Euro je Quadratmeter. Brandenburg liegt mit 158,51 Euro dazwischen, weil das Berliner Umland den Landesschnitt hebt. Neu ist das Gefälle nicht, 2020 lagen die drei Ostländer bei 46 bis 63 Euro und Bayern bei 349 Euro.
Warum fehlt für manche Landkreise ein Kaufwert?
Die Statistik unterliegt der Geheimhaltung nach § 16 BStatG: Einzelangaben sind geheim zu halten, deshalb werden Zellen mit sehr wenigen Kauffällen gesperrt, damit sich keine einzelne Beurkundung zurückrechnen lässt. Für 2025 weisen 396 der 400 Kreise und kreisfreien Städte einen Wert für baureifes Land aus. Den weiteren Ablauf beschreibt Grundstück verkaufen: Ablauf, Unterlagen, Steuern.
Fazit
Baureifes Land kostete 2025 im Bundesdurchschnitt 271,86 Euro je Quadratmeter, der Median-Landkreis lag bei 190,54 Euro, und die Spanne reicht von 21,14 bis 3.455,08 Euro. Wer eine Baulandzahl liest, sollte drei Dinge prüfen: welche Kennzahl gemeint ist, welche Region sie abdeckt und aus welchem Berichtszeitraum sie stammt. Der Bundeswert taugt zur Einordnung, nicht zur Preisbildung. Sehen Sie zuerst den Kreiswert in der Regionaldatenbank und den Bodenrichtwert Ihrer Zone nach, weitere Beiträge dazu stehen im Ratgeber zur Immobilienbewertung. Für eine erste Einordnung Ihres Grundstücks nutzen Sie unsere kostenlose Ersteinschätzung.
Quellen
- Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 61511-0010: Kaufwerte für Bauland, Jahresergebnisse, abgerufen im August 2026
- Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 61511-0001: Kaufwerte für Bauland, Quartalsergebnisse, abgerufen im August 2026
- Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 61511-0050: Kaufwerte für Bauland nach Bundesländern, abgerufen im August 2026
- Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 61511-0011: Kaufwerte für Bauland nach Gemeindegrößenklassen, abgerufen im August 2026
- Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Regionaldatenbank Deutschland, Tabelle 61511-01-03-4: Kaufwerte für Bauland nach Kreisen, abgerufen im August 2026
- Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 61521-0001: Verkäufe von landwirtschaftlichen Grundstücken, abgerufen im August 2026
- Statistisches Bundesamt, Qualitätsbericht Statistik der Kaufwerte für Bauland (gültig ab 1. Vierteljahr 2021), abgerufen im August 2026
- Statistisches Bundesamt, Statistischer Bericht Preisindex für Bauland, Jahr 2021 (eingestellt), abgerufen im August 2026
- Baugesetzbuch § 195: Kaufpreissammlung, abgerufen im August 2026
- AK OGA und BBSR, Immobilienmarktbericht Deutschland, Pressemitteilung vom 24.06.2026, abgerufen im August 2026
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